Nasennebenhöhlenentzündung: Therapie

Nasennebenhöhlenentzündung: Therapie Abschwellende Nasensprays können die Behandlung von Nasennebenhöhlenentzündung unterstützen.

Die frühzeitige und gezielte Behandlung der Nasennebenhöhlenentzündung ist unverzichtbar. Denn auf diese Weise lassen sich nicht nur unangenehme Symptome lindern, auch das Risiko für Komplikationen (z. B. Knochenhautentzündung, Meningitis) wird reduziert. Als besonders hilfreich hat sich die Kombination aus sekretlösenden Sinusitis-Medikamenten und abschwellenden Nasensprays erwiesen.

Nasennebenhöhlenentzündung-Behandlung: Akute Symptome lindern

Zur Linderung der akuten Symptome der Nasennebenhöhlenentzündung wie z. B. Kopfschmerzen und Druckgefühl im Gesichtsbereich haben sich verschiedene medikamentöse und nicht-medikamentöse Maßnahmen bewährt. Laut der aktuellen Leitlinie ist die Wiederherstellung der Drainage (Abfluss der Sekrete) und die Belüftung der Nasennebenhöhlen das oberste Ziel der Therapie bei Nasennebenhöhlenentzündung.

Medikamente bei Nasennebenhöhlenentzündung

Zur Behandlung von Nasennebenhöhlenentzündung stehen unterschiedliche Medikamente zur Verfügung.

  • Spezielle Medikamente bei Nasennebenhöhlenentzündung
    Pflanzliche Arzneimittel (z. B. mit Eukalyptusöl, Myrtol und/oder Schlüsselblume) haben sich bei Nasennebenhöhlenentzündung bewährt, um das gestaute Sekret in den Nasennebenhöhlen zu lösen. Sie bilden die Basis jeder Therapie bei Nasennebenhöhlenentzündung. Allerdings wirken sie häufig erst mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung. Zudem ist der Abfluss des gelösten Sekrets gestört, solange die Nasenschleimhaut angeschwollen ist.
  • Abschwellende Nasensprays (Dekongestiva)
    Abschwellende Nasensprays (z. B. mit Xylometazolin) stellen die sinnvolle Ergänzung zur Anwendung von sekretlösenden Sinusitis-Medikamenten dar. Sie ermöglichen eine Abschwellung der Nasenschleimhaut, erleichtern den Sekretabfluss und befreien so schneller vom schmerzhaften Druck, als die alleinige Behandlung mit Sinusitis-Präparaten.
Tipp: Ergänzende Inhaltsstoffe wie Menthol verschaffen zusätzlich das Gefühl, besser durchatmen zu können.

Weitere Medikamente, die zur Behandlung von Nasennebenhöhlenentzündung in Frage kommen, sind:

  • Analgetika
    Schmerzmittel (z. B. Paracetamol, Ibuprofen) können bei starken Schmerzen sinnvoll sein.
    Wichtig: Analgetika haben keine abschwellende Wirkung.
  • Antibiotika
    Antibiotika bei Nasennebenhöhlenentzündung machen nur dann Sinn, wenn Bakterien im Spiel sind – dies ist allerdings eher selten der Fall. Auch bei hohem Fieber und drohenden Komplikationen kann die Gabe von Antibiotika bei Nasennebenhöhlenentzündung erforderlich sein. Besprechen Sie diese Therapieoption mit Ihrem behandelnden Arzt.
  • Kortikosteroide
    Unter Umständen kann auch ein Kortison-Nasenspray zur Behandlung von Nasennebenhöhlenentzündung infrage kommen. Vor allem bei Nasenpolypen oder zur Vermeidung einer OP werden Kortikosteroide eingesetzt. In manchen Fällen kann auch die Einnahme von Kortikosteroiden in Tablettenform angezeigt sein.
  • Antihistaminika
    Antihistaminika werden bei Nasennebenhöhlenentzündung nur dann eingesetzt, wenn sich die Nasennebenhöhlenentzündung als Folge einer allergischen Reaktion eingestellt hat.

Was hilft bei Nasennebenhöhlenentzündung?
Unterstützende Maßnahmen

Wer den Heilungsprozess unterstützen möchte, kann bei Nasennebenhöhlenentzündung auf altbewährte Maßnahmen zurückgreifen.

Dazu zählen:

  • Inhalation warmer Dämpfe zur Verflüssigung des Nasensekrets (ggf. können ätherische Öle wie Menthol zugesetzt werden)
  • Erhöhte Flüssigkeitszufuhr
  • Bestrahlung mit Rotlicht

Auch alternative Ansätze wie z. B. Akupunktur können bei Nasennebenhöhlenentzündung ergänzend eingesetzt werden.

Nasennebenhöhlenentzündung: Operation in manchen Fällen sinnvoll

Eine Operation der Nebenhöhlen wird in der Regel nur unter bestimmten Voraussetzungen durchgeführt. So zum Beispiel, wenn eine medikamentöse Behandlung ohne Erfolg geblieben ist, wenn Komplikationen drohen oder bestimmte anatomische Veränderungen (z. B. Verkrümmung der Nasenscheidewand) eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung begünstigt haben. Lesen Sie hier mehr zum Thema Nasennebenhöhlenentzündung Operation.

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